Zeitzeugen gesucht

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Zeitzeugen gesucht

Station: Cottbus

Vom 10. Oktober bis zum 5. Dezember 2022 war die Wanderausstellung BLACKBOX HEIMERZIEHUNG der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) Torgau in Cottbus zu sehen – auf dem Gelände der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus. 

 

Kooperationspartner ist das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. sowie die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur.

 

Ausstellungsdaten

 

Zeitraum: 10. Oktober – 5. Dezember 2022 (Standzeit verlängert)

Öffnungszeiten: Di–Fr 10 bis 17 Uhr | Sa & So 13 bis 18 Uhr

Ausstellungsort: Menschenrechtszentrum Cottbus e.V., Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus (Gelände der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus)

 

Schulklassen nach Voranmeldung.

Der Eintritt ist frei.

20./21.10. | Fortbildungen für angehende Pädagog:innen

 

Bereits am 20. und 21. Oktober 2022 fanden Fortbildungen für angehende Pädagog:innen statt, die gemeinsam mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau organisiert und durchgeführt wurden. Unter dem Titel „Im Heim. Autoritäre Erziehung in der DDR und Blick ins heute“ beschäftigten sich ca. 50 Teilnehmer:innen mit Geschichte, System und Folgen repressiver DDR-Heimerziehung.

Geschichte

Jugendwerkhof „Neues Leben“ Drehna

Im Jahr 1972 wird der Jugendwerkhof „Neues Leben“ im Wasserschloss Drehna eingerichtet (heute Fürstlich Drehna, Stadt Luckau). Der Jugendwerkhof bietet 85 Jugendlichen Platz. Der bauliche Zustand ist vor allem in den ersten Jahren sehr schlecht. Im Januar 1976 kommt es zudem zu einem Brand, der einen Teil des Gebäudes unbenutzbar macht. Mit der Eröffnung des neuen Jugendwerkhofes Finsterwalde wird der Jugendwerkhof in Drehna im Jahr 1986 geschlossen.

Spezialkinderheim „Maxim Gorki“ Weißwasser

Schon 1949 wird in Weißwasser erstmals ein Spezialkinderheim eingerichtet. Mitte der 1950er Jahre wird es jedoch in ein Normalheim umgewandelt. Im Jahr 1981 erhält Weißwasser erneut ein Spezialkinderheim mit einer Kapazität von 207 Plätzen. Ab 1983 trägt es den Namen „Maxim Gorki“ und beherbergt auch eine Jugendwerkhofgruppe für 14 Mädchen. Spätestens ab 1988 gibt es dort zudem eine Durchgangsstation. Diese dient der vorübergehenden haftähnlichen Unterbringung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren.

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