Vom 21. Juli bis zum 13. August 2026 ist die BLACKBOX HEIMERZIEHUNG erstmals in Hamburg zu sehen. Ab dem 21.07. lädt sie auf dem Platz der Deutschen Einheit in der HafenCity zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR-Heimerziehung ein. Der Ausstellungsort könnte dabei kaum symbolträchtiger sein: Die BLACKBOX steht unmittelbar neben dem 2,7 Tonnen schweren und 3,60 Meter hohen Originalsegment der Berliner Mauer – direkt vor der Elbphilharmonie.
Zeitraum: 21. Juli – 13. August 2026
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr sowie Samstag / Sonntag zwischen 11:00 und 19:00 Uhr
Ausstellungsort: Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg
Der Eintritt ist frei.
Gespräch mit einem Zeitzeugen
Am 21., 22. und 23. Juli 2026 sowie am 11. und 12. August besteht jeweils von 14:30 bis 17:00 Uhr die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit einem Zeitzeugen in der BLACKBOX HEIMERZIEHUNG.
13.08.2026 | Finissage
Uhrzeit: 16:00
Begrüßung: Hanna Estel (Projektmitarbeiterin Gedenkstätte GJWH Torgau) und Theresa Hertrich (Kooperationspartner/Projekt „Tor zur Freiheit?! – Ein außerschulischer Lernort zu DDR-Geschichte in Hamburg“)
Grußworte: Evelyn Zupke, SED-Opferbeauftragten beim Deutschen Bundestag
Im Anschluss Rundgang durch die Ausstellung begleitet von einem Zeitzeugen.
Erinnern. Anerkennen. Aufarbeiten.
Die BLACKBOX HEIMERZIEHUNG erzählt die Geschichte der repressiven Erziehung in den Spezialheimen der DDR. Sie erinnert an
die etwa 135.000 ehemaligen DDR-Heimkinder, die das System der Spezialheime zur Umerziehung zwischen 1949 und 1990
durchlaufen mussten und vielfach noch immer unter den Folgen leiden.
Mit der Tour der BLACKBOX HEIMERZIEHUNG durch die verschiedenen Bundesländer möchte die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau bundesweit die Auseinandersetzung mit diesem wenig bekannten Kapitel deutscher Zeitgeschichte anregen und an die jugendlichen Opfer repressiver Heimerziehung erinnern. Zugleich soll die Ausstellung ehemalige DDR-Heimkinder erreichen und Impulse für die persönliche Schicksalsklärung und Aufarbeitung geben.
Die Geschichte der repressiven Heimerziehung ist aber auch ein gesamtdeutsches Thema. Vergleichbare Erfahrungen mit struktureller und institutioneller Gewalt machten auch Kinder und Jugendliche in Heimen und Einrichtungen der frühen Bundesrepublik, vor allem in den Jahren 1945 bis 1975. Deshalb möchte die BLACKBOX HEIMERZIEHUNG auch einen gemeinsamen bundesweiten Dialog über die Geschichte und Gegenwart der Heimerziehung anstoßen.
Die Ausstellung ist kostenfrei zugänglich. Weitere Termine für einen möglichen Austausch mit einem Zeitzeugen sind in Vorbereitung. Eine Finissage ist in der Woche rund um den Jahrestag des Mauerbaus geplant.